Fakten zur Paulshöhe – Abriss (eigentlich) nicht mehr notwendig! (Mit Quellenangabe und Belegdokument)

Fakten zur Paulshöhe – Abriss (eigentlich) nicht mehr notwendig! (Mit Quellenangabe und Belegdokument)

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Da in den vergangenen Monaten viele Falschbehauptungen aufgestellt wurden, wollen wir mit diesem Beitrag zwei Punkte Klarstellen. Zum einen wollen wir offenlegen, dass die Refinanzierungspläne und die Zwänge durch das Land Mecklenburg-Vorpommern hinfällig sind. Wird doch gerne behauptet, dass aufgrund eines Konsolidierungsvertrages zwischen der Stadt Schwerin und dem Innenministerium ein Zwang zum Verkauf der Paulshöhe besteht. Des Weiteren wollen wir deutlich die Frage nach der Denkmalschutzeigenschaft der Paulshöhe klären.

 

Um diese Fragen zu beantworten bedienen wir uns offizieller Stellungnahmen der Stadtverwaltung aus dem Jahr 2017. Diese ergeben rückblickend ein ganz anderes Bild, da die seinerzeit angestrebten Zielsetzungen nicht erfüllt wurden.

 

  1. Re-Finanzierungspläne erledigt
  2. Denkmalschutz Paulshöhe

 

Zu 1.

Paulshöhe Finanzen

Erläuterung: Die Stadtverwaltung schrieb, dass die Konsolidierungsvereinbarung den Verkauf der Paulshöhe (etwa 4 Millionen €) im Haushaltsplan 2018 vorgesehen war. Ein „nicht Verkauf“ hätte kompensiert werden müssen und muss also anders kompensiert worden sein. Der Zwang, dass aufgrund eines Vertrages mit dem Land MV verkauft werden muss (!) ist somit nachweislich aufgelöst. Ansonsten hätte ja das Konsolidierungsziel nicht erreicht werden können. Mit Stand 2019 ist bekannt geworden und medial vermittelt worden das die Konsolidierungsziele erreicht worden sind. Auch ohne Verkauf der Paulshöhe. Bedeutet: Kein Zwang von Seiten des Landes MV Paulshöhe zu verkaufen.

 

Zu 2.

denkmalschutz Paulshöhe.jpg

 

Erläuterung: „Paulshöhe stehe nicht unter Denkmalschutz.“ Diese Aussage war die vergangenen Wochen und Monate ebenfalls vermehrt zu hören. Es sei ein „leichtes“ die Paulshöhe aus dem „Denkmalschutzbereich Ostorfer Hals“ herauszulösen. Beides falsch. Paulshöhe ist ein fester Bestandteil des Ostorfer Hals. Bevor hier irgendetwas gebaut oder abgerissen wird, haben die Denkmalfachbehörden (Mehrzahl) angehört und beteiligt zu werden. Und das das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege sich auch gegen Entscheidungen der „unteren Denkmalbehörde“ als die Stadt stellt ist inzwischen bekannt. Hinzu kommt noch, dass die Paulshöhe tatsächlich in der zukünftigen Pufferzone des angestrebten Weltkulturerbe liegt. Wenn die Stadt hier tatsächlich in die „Struktur der überlieferten Substanz“ und das „äußere Erscheinungsbild der baulichen Anlagen und Strukturen“ eingreifen will, wird das verdammt schwer zu begründen sein.

 

Faktencheck:

 

Die beiden Antworten stammen aus einer Anfrage des Stadtvertreters Karsten Jagau vom 28.09.2017, die am 11.10.2017 durch die Stadtverwaltung beantwortet wurden. Wir bitten die Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter die sich für einen Erhalt – zumindest des Kernsportplatzes – einsetzen, entsprechende, sich daraus ergebende Anfragen an die Verwaltung zu richten.

 

Hier kann das gesamte Dokument, dem die Anfragen entnommen wurden, als PDF heruntergeladen werden: Anfrage Karsten Jagau 2017

 

Fazit: Wenn die Waldorfschule und die Kanuten auf eine Bebauungsabsicht verzichten, ist da der Zwang vom Land (Konsolidierungsvertrag) hinfällig und ein Verkauf der Paulshöhe nicht mehr notwendig. Entscheidet sich die Stadt dafür dass die Paulshöhe bestehen bleibt, muss auch nach dem neuem Sportentwicklungskonzept kein Ersatzsportplatz gebaut werden.

 

 

 

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