Staatskulturministerium der Bundesrepublik zur Paulshöhe: „Ohne Zweifel… eine der ältesten Sportanlagen der Region…“ und „empfehlen Ihnen… nochmals mit der Stadt Schwerin… Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern in Verbindung zu setzen.“

Heute erreichte uns die Antwort aus dem Staatskulturministerium. Das besondere Alter wird anerkannt. Verantwortung liegt aber bei der Stadt und dem Land.

Hier der Wortlaut:

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„Mit dem 1922 eröffneten Sportgelände Paulshöhe verfügt Schwerin ohne Zweifel über eine der ältesten Sportanlagen in der Region. Wie ich höre, steht das Stadion Paulshöhe im Eigentum der Stadt. Das Sportstadion ist eine originäre kommunale Angelegenheiten der Stadt Schwerin. Sowohl die Planungsangelegenheiten und die bauliche Entwicklung vor Ort als auch die Belange der Kulturlandschaft sowie von Denkmalschutz und Denkmalpflege sind nach der Kompetenzverteilung des Grundgesetzes in Deutschland in erster Linie eine Angelegenheit der Länder und Kommunen.

Vor diesem Hintergrund obliegt die weitere Entwicklung der Kulturlandschaft in Schwerin sowie eine etwaige Bebauung allein der Stadt Schwerin und den zuständigen Behörden des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Der Bund kann in kommunalen Bau- und Planungsangelegenheiten, in Angelegenheiten der Kulturlandschaftspflege sowie auch des Denkmalschutz und der Denkmalpflege keinen Einfluss nehmen. Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) kommt lediglich eine ergänzende Förderkompetenz aus der Natur der Sache für den Erhalt national bedeutender Kulturdenkmäler zu.

So unterstützt die BKM mit ihren Denkmalförderprogrammen das Engagement der Länder für den Substanzerhalt und die Restaurierung national wertvoller Kulturdenkmäler. Ein Erwerb von Kulturdenkmälern aus Denkmalprogrammen des Bundes ist nicht möglich. Ich bedauere ich, dass ich Ihnen in dieser Angelegenheit nicht weiterzuhelfen vermag.

Für Ihr Anliegen empfehle ich Ihnen, sich gegebenenfalls nochmals mit der Stadt Schwerin und mit der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern in Verbindung zu setzen. Ich hoffe, dass es den Beteiligten vor Ort gelingen wird, eine vertretbare Lösung zu finden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Karl-Ludwig Backsmann
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Referat K 54 – Denkmalschutz und Weltkulturerbe –
Die Beauftragte der Bundesregierung
für Kultur und Medien.

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Wir freuen uns über die erste Reaktion des Bundesministeriums und werden mit dem Ministerium im Gespräch bleiben.

Wir wollen in dem Gespräch herausfinden, ob – sofern die Stadt bereit wäre die Paulshöhe aufgrund ihres Alters als schützwürdig anzuerkennen, die erwähnte Förderkompetenz auszuüben.

Über die Antwort halten wir euch auf dem laufenden.

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