Widersprüche und Anfrage an alle erreichbaren Denkmalbehörden.

Welterbe und Paulshöhe. Die Stadt sagt die 100 Jahre alte Sportstätte Paulshöhe habe keine Chance in das Welterbe aufgenommen zu werden. Nach wie vor will die Stadt einen der dienstältesten Sportstadien Deutschland zu exlusiven Bauland machen. In eigenen Verordnungen und Antworten auf offizielle Anfragen widerspricht sich die Stadt zusehend. Wir bitten alle Leserinnen und Leser diesen Beitrag zu teilen und an Experten im Bereich Denkmalschutz weiter zu leiten und uns nach Möglichkeit eine Einschätzung zukommen zu lassen. 

 

Uns ist bei der Durchsicht etwas interessantes aufgefallen.

 

Zum einem schreibt die Stadt zur Frage ob ein Abriss der Anlage die Bemühungen um ein Weltkulturerbe gefährden könne:

Die Paulshöhe und seine…“ konzeptionelle und bauliche Anlage ist in das frühe 20. Jahrhundert einzuordnen und gehört damit nicht zum Antragsgegenstand.“

 

Im direkt folgendem Satz schreibt der Oberbürgermeister: 

„Der Denkmalbereich „Ostorfer Hals“, als vorstädtische Wohngebietserweiterung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, wird in die erforderlichen Pufferzonen für die WKE  (Weltkulturerbe) – Kernzone einfliessen.“
Moment mal?
Paulshöhe ist vom Baukonzept und der baulichen Substanz in das frühe 20. Jahrhunder einzuordnen. Anmerkung: Paulshöhe liegt inmitten des „Denkmalschutzbereich“ Ostorfer Hals.
Und der Ostorfer Hals soll wegen seiner Eigenschaft als „als vorstädtische Wohngebietserweiterung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ die Pufferzone für das Weltkulturerbe werden.
Uns ist da etwas aufgefallen:
In der Denkmalschutzverordnung die den „Ostorfer Hals“ beschreibt, heißt es:

„Der Denkmalbereich „Ostorfer Hals“ wird unter Schutz gestellt, weil er für die Erhaltung und Nutzung der städtebaulichen Konzeption des Bereiches geschichtliche, wissenschaftliche, volkskundliche, künstlerische und städtebauliche Gründe vorliegen, die ein öffentliches Interesse bekunden. Der Denkmalbereich dokumentiert das städtebauliche Wachstum Schwerins in der Zeit zwischen 1870 und 1945. Ziel der Unterschutzstellung ist die Erhaltung des historischen städtebaulichen Grundrisses des definierten Bereiches und des Erscheinungsbildes seiner baulichen Anlagen und Strukturen, die durch ihre historische Substanz geprägt werden.“

 

 

Und jetzt bitten wir um ihre fachliche Einschätzung:

Welchen historischen Wert hat das Areal „Paulshöhe“ seit 1842 mitsamt seiner Entwicklung auf die umliegende Baustruktur? Hier die von der ASK zusammengetragene historische Entwicklung. Dort heiß es unter anderem:

„Der Baumeister Raspe, Hofbaumeister Lehsen und Bockholdt bauen das Gebäude wieder auf – mit einem Musikpavillion für kleine Konzerte und Aufführungen. Auch wird beschlossen, dass nur Gebäude „mit Stil“ in der direkten Nachbarschaft gebaut werden dürfen. „

 

Diese Verordnung galt auch noch als 1922 der Sportplatz Paulshöhe eröffnet wurde. Er gehört dementsprechend zur Geschichte des „Ostorfer Halses“ und muss eigentlich in der Struktur und Art erhalten werden.

 

Wir bitten Sie um eine Stellungnahme.

 

Hier der Verlauf der Anfrage nebst Antworten des Oberbürgermeisters  „Auswirkungen Abriss auf Welterbe“

Hier die Denkmalschutzverordnung für den „Ostorfer Hals“

 

 

Sie erreichen uns unter anderem via Email: ask-schwerin@mail.de

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